Kleinmotoren-Sammlung

Mein erstes Motorrad war ein im Jahr 1964 hergestelltes Pannonia T-5, das ich 1968 aus meinem ersten Verdienst gekauft habe. Ich besaß es erst ein paar Monate lang, weil ich noch in demselben Jahr auf Kredit einen Pannonia P-20 aus der Vorserie erworben habe. Zu der Zeit galt es als ein Wunder, unter den MZ-s, Jawa-s, Danuvien mit einem  Pannonia P-20 zu verkehren. Ich fuhr es ein Jahr lang, es war ein unübertreffliches Erlebnis, damit zu fahren. Ich musste es wegen eines Hausbaus verkaufen, und danach kamen die alltäglichen Motorräder des Zeitalters, Jawa 350 mit Tropfentank, Pannonia P-20, MZ-s.

Ez a két kép 1969-ben készült rólam és a P-10 esemről.
Dieses Bild wurde von mir und meinem Motorrad Pannonia P-10 1973 gemacht. Ich musste mich bei den Polizisten wegen der Befestigung der Auspuffanlage, der Lenkung, der Kotflügeln, der Lampen und der Fußstützen lange rechtfertigen.

Auch aus dieser Liste geht hervor, dass ich nie Mopeds hatte. Wie ich doch dann mit ihnen in Kontakt kam? So, dass alle meine Freunde, meine Nachbarn und nahen Bekannten ein Moped hatten, und es war meine ehrenamtliche Aufgabe, diese Mopeds Tag für Tag zu reparieren und am Leben zu halten. Bei uns kamen die Marken wie Komár, Riga, Berva, Dongó, Csepel Tag für Tag vor. Ich habe all das unter den Bedingungen gemacht, die die Vertreter der heutigen Bastelgeneration mit Handgeschick nur belächeln würden.

A rendőröknek sokszor kellett magyarázkodnom, a kipufogók, a kormány, a sárvédők, a lámpa és a lábtartók felfogatásáról. Nem mindenkor sikerült megúszni a büntetést.
Es ist nicht immer gelungen, ohne eine Strafe davonzukommen.

Bloß eine Momentaufnahme aus den damaligen Umständen. Im Haus, wo wir in der Kossuthstraße wohnten, gab es keine Elektrizität.  Der mit Maisstiel unterstützte Schuppen, wo ich die Mopeds repariert habe, war mit Petroleumlampe beleuchtet. Die Werkzeuge haben wir auf dem „Ecseri-Markt” (Trödelmarkt) angeschafft. Da diese Mopeds nach der aktuellen Mode und dem Tick des jungen Besitzers alle paar Monate eine andere Farbe haben sollten, habe ich auf dem  Ecseri-Markt einen gebrauchten Traktor-Kompressor und eine Spritzpistole gekauft. Den Kompressor haben wir mit einem Draht an die Hürde des Schweinestalls befestigt, ihn durch einen Gummischlauch mit der Pistole verbunden, einen Behälter hatten wir natürlich nicht. Jemand hat aus der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft einen langen Keilriemen für Mähdrescher gebracht, der Antriebsmotor war der alte Komar des Feri Ihos. Wir haben vom Komar den hinteren Gummi abgeworfen,  den Keilriemen draufgelegt, das Moped auf den Ständer gestellt, den Gang zwei, das Gas in Halbposition geschaltet, und die Pistole begann die ausreichend verwässerte Farbe Nitro bereits rhythmisch zu spucken.

Ich habe meine Laufbahn als Motorradfahrer mit einem im Jahr 1976 aus der DDR nach Hause gebrachten Motorrad Simson AWO 250 begonnen, dann später mit einem neu gekauften Motorrad JAWA California 350 mit Beiwagen beendet, und es begann das Autofahrer-Zeitalter mit einem wunderschönen Pkw NSU Prinz 600. Dann sind nacheinander die sozialistischen Autowunder der Epoche gekommen, Polski Fiat 1500, Skoda Kleinbus, Lada und Dacia in verschiedenen Typen, Zastava.

Ez volt a 250-es Simsonom amit az NDK-ból hoztam haza. A váz, a motor és a hátsó kerék Simson, az első villa és a kerék Pannónia, a tank és a lámpa MZ, az ülés szintén Pannónia, a burkolat és az indexek egyedi gyártásúak. Hát a rendőröknek ez az összeállítás sem mindig nyerte el a tetszését.
Das war mein  Simson 250, aus der DDR. Das Gestell, der Motor und das hintere Rad waren Simson, die erste Gabel und das vordere Rad waren Pannonia, der Tank und die Lampe MZ, der Sitz ebenfalls Pannonia, das Gehäuse und die Indizes werden individuell hergestellt. Nun hat diese Zusammenstellung auch nicht immer die Zustimmung der Polizisten gefunden.

2007 bin ich wieder mit den Mopeds/Motorrädern in Kontakt gekommen, als ich von meiner Familie zum Anlass meiner Pensionierung  einen erneuerten Moped  Dongó, und vom Kollektiv meiner Firma einen Motorrad Danuvia im Originalzustand bekommen habe. Zu dieser Zeit habe ich an einem Tag der offenen Türen die Maróti-Motorräder-Sammlung gesehen. Ich habe entschieden, während meiner Rentnerjahre eine ungarische Moped-Sammlung auf die Beine zu bringen. Ich habe das Projekt nun mit dem Ankauf der Wracks von Mopeds Berva und Panni gestartet, und es folgte eine zweijährige Restaurierung. Die Typen Tünde und Csepel wären an die Reihe gekommen. Es wurde mir bald klar, dass die restaurierten Mopeds für mich unerschwinglich sind, und die Qualität der unzähligen, einzubauenden Nachbauteile bei den zu restaurierenden Mopeds ein großes Risiko darstellt.

Bei der Restaurierung von Berva und Panni war mir das Buch von Dr. Miklós Kovács und József Maróti, „Der Berva und der Panni”, das mit seinen ausführlichen Beschreibungen sehr behilflich, das mit seinen gut konstruierten Gemälden und Zeichnungen stark dazu beigetragen hat, dass die beiden Mopeds auf einem entsprechenden Niveau hergestellt werden konnten. Die Geschichte der beiden Mopeds wird im Buch nicht nur fachlich-beruflich behandelt, sondern sie wird in das wirtschaftliche, gesellschaftliche Umfeld des Sozialismus eingefügt, in einem kurzen Kapitel wird sogar mit den Moped-Entwicklungen der umliegenden Länder Parallele gezogen. Das hat mir den Anstoß gegeben, mich mit der technischen Entwicklung der umliegenden Länder ausführlicher zu befassen, und nachdem ich die vorgefundenen Daten und Bilder durchstudiert hatte, war es schon eindeutig, welche Ausrichtung meine Sammlung haben wird.

Ich habe Mopeds gekauft, sie nach Bedarf restauriert, und während der 6 Jahre entstand eine Sammlung, die 15 Mopeds aus 10 europäischen Ländern vorführt, und ohne Anspruch auf Vollständigkeit vom Beginn der 50er Jahre bis zum Beginn der 70er Jahre einen Überblick über den technischen Entwicklungsstand der Herstellung der Mopeds in Europa bietet.